Rechtsanwalt


Was macht eigentlich ein Rechtsanwalt? Die Aufgabe des Rechtsanwalts ist es prinzipiell, seine Mandanten zu vertreten und für deren Rechte einzustehen. Als Rechtsanwalt kann man sich auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisieren: zum Beispiel auf Miet- oder Familienrecht oder Banken- und Finanzrecht. Als Anwalt arbeitet man entweder im Angestelltenverhältnis oder ist selbstständig. Wird eine Selbstständigkeit angestrebt, sollte man sich jedoch bewusst sein, dass erste Berufserfahrungen in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität der eigenen Kanzlei hilfreich sein können. Jede Kanzleiform bringt ihre Vorteile mit sich. Kanzleiboutiquen punkten beispielsweise mit direkterem Mandantenkontakt und in der Regel mehr Verantwortung für Berufsanfänger. In Großkanzleien sind unter anderem die Einstiegsgehälter attraktiver als in ihren kleineren Pendants. Rechtsanwälte findet man aber nicht nur in Kanzleien. Auch in Unternehmen aller Wirtschaftszweige sind sie tätig.

Formale Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Jusstudium (Mag. iur.)
  • Abgeschlossenes 7-monatiges Gerichtsjahr
  • Abgeschlossene 5-jährige Rechtsanwaltsanwärterschaft
  • Abgeschlossene Rechtsanwaltsprüfung
  • Eintragung in die Liste der Rechtsanwälte Österreich bei der Rechtsanwaltskammer

Persönliche Qualifikationen

  • Gute Kommunikationsfähigkeit und Rhetorik
  • Analytisches Denken
  • Genauigkeit und strukturiertes Arbeiten
  • Einfühlungsvermögen

Auszug der täglichen Aufgaben

  • Einarbeiten in den Fall des Mandanten
  • Beratung des Mandanten
  • Im Fall einer Gerichtsverhandlung: Vertretung vor Gericht
  • Direkter Kontakt mit den Mandanten (je nach Kanzleiart mehr oder weniger)

Rechtsanwaltsanwärterschaft / Konzipientenzeit


Das Studium ist abgeschlossen, das Gerichtsjahr hat man vielleicht auch schon hinter sich und die Zeit, auf die man sich seit Beginn des Studiums gefreut hat, steht bevor. Auf in die Praxis! – aber wo fängt man überhaupt an? Wie lange bin ich Konzipient? Wann darf ich vor Gericht? Welche Seminare muss ich während der Zeit absolvieren? Wie lange bis zur Rechtsanwaltsprüfung? Alle deine Fragen beantworten wir hier.


Gerichtsjahr


Als Absolvent des Studiums der Rechtswissenschaften hat man Anspruch auf eine Zulassung als Rechtspraktikant bei Gericht. Für alle klassischen Juristenberufe des Staatsanwalts, Rechtsanwalts und Richters ist das Gerichtsjahr mandatorisch zur Berufsausübung. Es besteht für Rechtspraktikanten ein siebenmonatiger Anspruch auf die Gerichtspraxis. Während dieser Zeit wird man einem Richter zugeteilt, mit dessen Hilfe man ein detailliertes Verständnis der richterlichen Praxis erlangt. Zu den Hauptaufgaben eines Rechtspraktikanten bei Gericht zählen: Aktenbearbeitung, Abhaltung von Amtstagen, Verfassen von Entwürfen von Beschlüssen oder Urteilen und Schriftführung in Strafverhandlungen.


DIE GERICHTSPRAXIS


Rechtsanwaltsprüfung


Das Warten hat ein Ende, ihr steht kurz vor dem Abschluss eures dritten Praxisjahres und könnt jetzt zur Rechtsanwaltsprüfung antreten. Aber was wird geprüft? Wer prüft mich denn eigentlich? Wo melde ich mich an und wie sieht der genaue Ablauf aus? Details zur Rechtsanwaltsprüfung und alles, was ihr sonst noch wissen müsst, findet ihr hier.

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