Zeitoptimierung für Anwälte

10 Tipps für besseres Time-Management


verfasst von Laura Hörner und veröffentlicht am 01.04.2020

 

Du hast das Gefühl, von Arbeit überrollt zu werden und nichts dagegen tun zu können? Gleichzeitig verbringst du jede Woche viele Stunden mit Aufgaben, die dich überhaupt nicht weiterbringen? Für viele Anwälte ist Work-Life-Balance nur ein unerfüllter Traum und Arbeit am Wochenende keine Seltenheit. Deinen Workload können wir zwar nicht verringern -  allerdings geben wir dir in diesem Artikel 10 wertvolle Tipps, wie du mit dem richtigen Zeit- und Selbstmanagement unnötige Zeitfresser aus deinem Tagesablauf streichst, so deine Arbeit schneller erledigst und am Ende des Tages vielleicht doch noch etwas Zeit für Freizeit bleibt. 

 

1. Plane, was du anziehen möchtest

Ob Mann oder Frau, die Auswahl der Kleidung am Morgen kann wichtige Zeit kosten, die du auch sinnvoller nutzen kannst. Um dem entgegenzuwirken, solltest du entweder abends schon überlegen, was du anziehst, oder besser noch, ein bestimmtes Outfit für jeden Tag in der Woche bereithalten. So musst du nie wieder darüber nachdenken, welche Krawatte am besten zu deinem Jackett passt.

 

2. Unterteile große Aufgaben in kleine Schritte

Wenn ein neues Projekt über dich hereinbricht und du das Gefühl hast, gar nicht mehr zu wissen, wo du anfangen und wo du aufhören sollst, dann kann es helfen, eine große Aufgabe in kleine Teilaufgaben herunterzubrechen. Halte den Ablauf am besten schriftlich fest und priorisiere deine Schritte.
 


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3. Entscheide, was wichtig ist

Unterteile deine Aufgaben jeweils in „dringend“ oder „nicht dringend“ sowie „wichtig“ oder „unwichtig“. So fällt es dir leichter zu entscheiden, womit du beginnen sollst. Hast du eine Aufgabe mit dringend und wichtig markiert, sollte diese offensichtlich ganz oben auf deiner Liste stehen. Ist etwas wichtig, aber nicht dringend, kann es warten.

 

4. Gib unwichtige Aufgaben ab

Hast du eine Aufgabe als unwichtig kategorisiert, dann sollte sie im Idealfall deine Zeit nicht in Anspruch nehmen. Gebe sie stattdessen an jemanden ab – beispielsweise einen Praktikanten (vergiss aber auch nicht, ab und zu einmal wichtige Aufgaben rüber zu schieben – der Praktikant möchte schließlich auch etwas lernen).
 


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5. Unangenehmes zuerst

Aufgaben aufzuschieben, auf die du keine Lust hast, führt dazu, dass du ständig daran denkst, dass du noch diese eine Sache vor dir hast, auf die du eigentlich lieber verzichten möchtest.
 

Das hält dich davon ab, den Kopf freizubekommen für das, was gerade eigentlich viel wichtiger wäre. Erledige deshalb immer das zuerst, was du am liebsten nie machen würdest.

 

6. Tschüss Multitasking 

Alles gleichzeitig schaffen zu wollen, macht dich unheimlich ineffizient. Nehme dir stattdessen vor, einer Aufgabe einen bestimmten Zeitblock zu widmen, zum Beispiel 30 oder 60 Minuten, und konzentriere dich währenddessen nur auf diese eine Aufgabe. Ist sie besonders wichtig, solltest du während dieser Zeit auch deine Anrufe und Mails ignorieren – alles andere kann warten. So bleibst du fokussiert und schaffst am Ende des Tages viel mehr. Vergesse dabei nicht, deine Pausen einzuhalten.
 


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7. Plane konkrete Zeiten ohne Unterbrechungen

Erkläre deinen Kollegen, dass du ein- oder zweimal pro Tag für eine gewisse Zeit dein Telefon ausschaltest und dein Postfach schließt und auch von ihnen nicht gestört werden willst. Ein „Bitte nicht stören“-Schild an der Tür kann dir dabei helfen. 

 

8. Gib dir Zeit zum Atmen

Plane in deinen Tagesablauf auch Zeiten ein, in denen du nichts zu tun hast. Das gibt dir ein wenig Luft, falls doch noch etwas Unerwartetes dazu kommt oder falls du für eine bestimmte Aufgabe länger brauchst als geplant.
 

Sei großzügig mit deiner Zeit!


9. Setze dir Deadlines

Auch wenn du für ein Projekt keine Deadline hast, solltest du dir selbst eine setzen. Vermeide es auf jeden Fall, Aufgaben ewig vor dir herzuschieben oder zu ignorieren, nur weil du glaubst, dafür noch genügend Zeit zu haben. 

 

10. Halte immer Ordnung

Auch wenn das auf den ersten Blick wie ein Zeitfresser erscheint, solltest du auf jeden Fall darauf achten, Ordnung auf deinem Schreibtisch zu halten. Räume benutzte Akten und Bücher sofort wieder an die richtige Stelle zurück, verbanne alles von deinem Schreibtisch, was du nicht wirklich zum Arbeiten benötigst und räume deinen Platz jeden Abend auf. So arbeitest du im Endeffekt deutlich effektiver und verschwendest keine Zeit damit, nach wichtigen Unterlagen zu suchen. Ein aufgeräumtes Arbeitsumfeld hilft dir auch dabei, dich besser konzentrieren zu können – außer du bist von Typ „chaotisches Genie“. 

 

Du kennst dich selbst am besten und weiß wahrscheinlich selbst, wo du gerne deine Zeit verplemperst. Gestehe dir dieser Defizite ein und versuche, deine Zeit effizienter zu nutzen – wenn du das möchtest. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zwar der ganze Tag perfekt durchgeplant ist, dabei aber jeder Spaß an der Arbeit und Zeit für Gespräche mit den Kollegen auf der Strecke bleiben, ist das auch nicht Sinn der Sache. Optimiere so weit, wie du es für deine Arbeit für nötig hältst, behalte aber noch ein wenig Raum für Spontaneität – schließlich lässt sich nicht alles planen! 

Unternehmen
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Über den Autor

Laura Hörner - Autorin TalentRocket

Laura Hörner

Laura Hörner hat 2018 ihren Bachelor in Kulturwirtschaft an der Universität Passau abgeschlossen und ist seit 2019 für TalentRocket als Autorin tätig.

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