Wie verhalte ich mich auf Messen und Karriereevents?

Tipps und Tricks für einen erfolgreichen Besuch


verfasst von Julia Maurer und veröffentlicht am 15.01.2020

 

Praktikums-Börse, Recruiting Veranstaltung, Absolventenkongress oder Firmenkontaktmesse – all diese Veranstaltungen haben eine Sache gemeinsam: sie bieten die Möglichkeit in lockerer Atmosphäre den neuen potenziellen Arbeitgeber schon vorab kennenzulernen und sich Informationen über Praktika und Berufsangebote einzuholen. 

So verlockend dieses Angebot auch klingt, so überfordernd kann es vor Ort aber auch sein, wenn man den Sprung ins kalte Wasser unvorbereitet wagt. In diesem Artikel werden aus diesem Grund die wichtigsten Tipps und Tricks vor während und nach einer solchen Veranstaltung zusammengefasst, um den Überblick zu behalten und einen ersten guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Vor der Messe 

Eine gute Vorbereitung ist das A und O wenn es darum geht, bei der Veranstaltung einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick nicht zu verlieren. Deshalb sollten folgende Tipps unbedingt beherzigt werden, um vor Ort einen kompetenten Eindruck zu hinterlassen: 

 

Auswahl

Um ein gestresstes und chaotisches Herumhetzen auf der Messe selbst zu vermeiden, ist es vor der Messe unbedingt ratsam, einen Blick in das Messeprogramm zu werfen und sich jene Unternehmen herauszusuchen, deren Stand man auf jeden Fall besuchen will. Denn auf einen Sprung auf jedem einzelnen Stand vorbeizuschauen ist nicht nur illusorisch, es verfehlt auch weitgehend den Zweck der Veranstaltung, da dies eine bloße Zeitverschwendung wäre. Hier gilt Qualität über Quantität – und deshalb sollte das Hauptaugenmerk auf jene Unternehmen gerichtet werden, welche ein berufliches wie auch persönliches Interesse hervorrufen. 
 


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Außerdem sollte hierbei auf die Reihenfolge, in der die Messestände besucht werden, geachtet werden. Denn erfahrungsgemäß raucht der Kopf dann nach fünf bis sechs intensiven Gesprächen, sodass die Aufnahmefähigkeit bei späteren Gesprächen spürbar gemindert ist. 

Sich eine Reihenfolge der Messestandbesuche zurechtzulegen erspart vor Ort dann nicht nur wesentlich Zeit, sondern es handelt sich auch um eine ausgeklügelte Strategie. So ist es ratsam, den zukünftigen Traumarbeitgeber etwa an die dritte Stelle zu setzen. Dies verschafft etwas Zeit sich bei den Gesprächen zuvor aufzuwärmen und sich dann, wenn es darauf ankommt, von der besten Seite zu präsentieren. 

 

Kontaktaufnahme 

Manchmal kann es vorkommen, dass begehrte Stände durchgängig überlaufen sind. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn möglich, schon vor der Messe mit der zuständigen Kontaktperson, die am Messestand anwesend sein wird, in Kontakt zu treten und für den Tag der Veranstaltung einen Termin zu vereinbaren. Wenn möglich, sollte dieser gleich auf den Vormittag gelegt werden, da alle Beteiligten zu früherer Stunde noch aufnahmefähiger und weniger gestresst sind, als eine Stunde vor Ende der Messe. 

Fall dies nicht möglich ist, kommt es auch gut an, der Unternehmensvertretung am Stand vorab eine freundliche kurze Nachricht zu schreiben. Dies verschafft auf jeden Fall einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. 
 


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Ab in die Tasche 

Handy, Schlüssel, Geldtasche – der klassische Check der Dinge, ohne die man das Haus nie verlässt, muss für eine Karrieremesse noch ergänzt werden: Mitzubringen sind unbedingt auch die eigenen Bewerbungsunterlagen. Es ist auf jeden Fall ratsam, mehrere Kopien davon mitzubringen, für den Fall, dass man öfters danach gefragt wird. Klassischerweise bestehen die Bewerbungsunterlagen aus einem Lebenslauf mit Foto, einem Motivationsschreiben wie auch Zeugniskopien. Natürlich kommt es auch gut an, das Motivationsschreiben individuell für konkrete Unternehmen zu formulieren. 

 

Das richtige Styling 

Das Sprichwort „der erste Eindruck zählt“ bewahrheitet sich bei einer Jobmesse allenfalls. So gibt es auf jeden Fall auch für eine solche Veranstaltung bestimmte DOs und DON`Ts, was das Auftreten betrifft. Die Faustregel besagt, man solle sich so anziehen, wie man dann auch zukünftig zur Arbeit erscheinen würde. Hält man sich daran, kann man wenig falsch machen. Zusätzlich dazu ist es ratsam bestimmte kleine Helferlein wie Pflaster für anfallende Blasen, Kaugummis für einen frischen Atem und Deodorant für ein kurzes Auffrischen auf der Toilette einzupacken. Außerdem kann die stickige Luft innerhalb der Messehalle oftmals Kopfschmerzen verursachen. Deshalb sollte unbedingt auf eine Wasserflasche sowie eine Kopfschmerztablette für den Notfall nicht vergessen werden. 
 

Der Weg zur Messe 

Eine große Messe ist schon Stressfaktor genug, deshalb sollte eine zusätzlich stressige Anreise vermieden werden. Daher ist es wichtig, zuvor auf jeden Fall der Zugplan zu studieren oder bei einer Anreise mit dem Auto Stau einzurechnen. Ebenfalls zu beachten ist, dass bei großen Veranstaltungen Wartezeiten, die durch großen Andrang verursacht werden können, einzurechnen sind. 
 


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Bei der Messe selbst 

Extrovertiert sein 

Nachdem die Reihenfolge der Unternehmensbesuche als Vorbereitung festgelegt wurde, gilt es nun beim Event zielstrebig die ausgewählten Stände aufzusuchen. Genauso wie Freundlichkeit steht auch Höflichkeit hierbei ganz oben auf der Tagesordnung. 

Auch ratsam ist es, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Natürlich begibt man sich an den Stand, um über Jobmöglichkeiten zu sprechen, jedoch schadet kurzer Smalltalk zuvor nicht. 

 

Interesse erwecken

Die klassischen Phrasen wie „ich bin engagiert und motiviert“ kennt wohl jeder Arbeitgeber. Zielführender ist es auf jeden Fall sich die Unternehmensphilosophie zu eigen zu machen und zu demonstrieren, warum man gerade ein guter Fang für das Unternehmen wäre. Damit kann auch aufgezeigt werden, dass man sich im Vorfeld mit dem Unternehmen beschäftigt und tatsächlich Interesse an einem Arbeitsplatz hat. 

 

Pausen machen

Oftmals wird unterschätzt, wie anstrengend eine solche Karrieremesse sein kann. Deshalb sollten immer wieder Pausen eingelegt werden. Kurz an die frische Luft gehen, Wasser trinken und eventuell einen Riegel für den runtergesackten Blutzuckerspiegel essen, kann hierbei Wunder wirken und vermeidet ein müdes Auftreten am Messestand. 

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Nach der Messe 

Im Gedächtnis bleiben

Der erste Schritt wurde gemacht und die Vorstellung am Messestand erfolgreich absolviert. Nun gilt es, in der Erinnerung des Arbeitgebers in spe zu bleiben. Dies gelingt mit einem kurzen E-Mail nach der Messe, indem man sich für das Gespräch bedankt und den Wunsch, im Unternehmen zu arbeiten, nochmals bekräftigt. Diese kleine Geste vermeidet, in Vergessenheit zu geraten. 


Beziehungspflege

Außer einer E-Mail zu schreiben gibt es noch die Möglichkeit, dem Unternehmen auf sozialen Plattformen zu folgen. Dies hebt das Interesse am Job nochmals hervor und zeigt ebenso eine intensive Beschäftigung auch nach der Messe. Natürlich kannst du dich auch mit deinem Gesprächspartner von der Messe auf Karrierenetzwerken wie LinkedIn vernetzen.

 

Natürlich ist jedes Unternehmen individuell und das Hauptaugenmerk liegt auf unterschiedlichen Sachen. Nichtsdestotrotz ist es essenziell sich heutzutage am Puls der Zeit zu befinden und alle Chancen auszunutzen, die durch neue Medien wie auch Rethorik Know-How gegeben sind. Ein solcher Messebesuch kann sich gerade für Berufseinsteiger als echte Herausforderung entpuppen, gerade deshalb ist die Vorbereitung auch so wichtig. 

Schlussendlich bleibt nur zu sagen: Viel Glück, Erfolg und Durchhaltevermögen im heutigen Job-Dschungel. 

 


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Über den Autor

Julia Maurer - TalentRocket Autorin

Julia Maurer

Julia Maurer hat 2019 ihren Bachelor in Publizistik und Komunikationswissenschaft abgeschlossen und studiert im 5. Semester Rechtswissenschaften am Juridicum in Wien. Seit 2018 ist sie als Autorin für TalentRocket tätig.

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