Überlebenstipps für die Probezeit

​So überzeugst du von Anfang an


verfasst von Laura Hörner und veröffentlicht am 17.06.2020

 

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben – da heißt es erst mal aufatmen. Oder auch nicht: Denn so wirklich hast du den Job noch nicht. Dafür musst du erst noch die Probezeit überstehen. In Österreich dauert diese in der Regel einen Monat und soll dazu dienen, dass sich Arbeitgeber und -nehmer kennenlernen können und beide noch die Option haben, das Arbeitsverhältnis ohne Kündigungsfrist zu beenden. Wir geben dir Tipps, wie du erfolgreich durch die Probezeit kommst.

 

1. Fühlst du dich wohl?

Regel Nummer Eins in der Probezeit ist, dass du dir die Frage stellen solltest, ob dein neuer Job wirklich zu dir passt. Es geht hier nämlich nicht nur darum, dass der Arbeitgeber deine Leistung testet, sondern auch darum, dass du herausfindest, ob die Stelle wirklich die richtige für dich ist. Denn nicht jeder Arbeitgeber ist das, was er verspricht – manchmal werden deine Erwartungen nicht erfüllt werden und die Probezeit gibt dir die Möglichkeit, schnell aus deinem Arbeitsverhältnis auszusteigen, wenn es sich als Reinfall herausstellt.

 

2. Halte dich zurück

Der Job ist der richtige für dich? Dann solltest du zunächst einmal dadurch auffallen, dass du nicht auffällst. Das soll natürlich nicht heißen, dass du nichts tun sollst, ganz im Gegenteil. Bleibe in der Probezeit trotzdem etwas im Hintergrund und beobachte viel. Wie sind die Abläufe? Wer ist wofür zuständig? Wie verhalten sich die Kollegen untereinander? Wie stellen sich die Hierarchien dar? All das sind Dinge, in die du dich zu zuerst einmal ein wenig einfühlen musst, um nicht in deinem ersten Monat gleich in mehrere Fettnäpfchen zu treten.
 


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3. Zeige dein Können

In der Probezeit hast du einen Auftrag: Dich zu beweisen! Während des Vorstellungsgesprächs hast du deinen Arbeitgeber davon überzeugt, dass du der Richtige für die Stelle bist. Nun musst du ihm beweisen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Auch wenn die ersten Wochen im neuen Job immer anstrengend sind, solltest du gerade jetzt besonders viel Wert darauf legen, immer bei der Sache zu sein und konzentriert und gewissenhaft zu arbeiten. Achte deshalb darauf, dass du nachts genug schläfst und widme dich auch sonst gedanklich ganz deiner neuen Stelle.

 

4. Stelle Fragen

Wer nicht fragt, bleibt dumm – das wissen auch deine Kollegen. Stelle also während der Probezeit lieber eine Frage zu viel als zu wenig. Am Anfang genießt du noch eine gewisse Sonderstellung und hast du die Möglichkeit, auch weniger intelligente Fragen loszuwerden, für die man dich nach ein paar Monaten vielleicht schräg ansehen würde. Dass du fragst, signalisiert außerdem, dass du interessiert bist und lernen möchtest. 

 

5. Zeige Initiative

Nicht jede Frage solltest du jedoch einfach unreflektiert äußern. Überlege zuerst, ob du nicht auch selbst eine Lösung finden kannst und habe auch keine Angst, den ein oder anderen Fehler zu machen. Auch sonst lohnt sich Eigeninitiative in der Probezeit. Zeige, dass du Lust auf die Arbeit hast und übernehme Verantwortung für das, was du tust. So zeigst du, dass man sich auf dich verlassen kann und deine neuen Kollegen werden dich schnell als wertvolles Mitglied des Teams erkennen.
 


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6. Nehme Kritik an

Gerade wenn du mit einem neuen Job beginnst, wirst du noch viel falsch machen. Keine Angst, du wirst nicht gleich wieder entlassen, wenn du dir in der Probezeit ein paar Fehler erlaubst. Wichtiger als alles richtigzumachen, ist es, dass du dich kritikfähig zeigst. Arbeite an dir, bestehe nicht auf deiner Meinung und gehe auf Vorschläge ein, wie du deine Leistung verbessern könntest. Noch besser ist es, wenn du dir aktiv Feedback einholst. Tue das am besten eher gegen Ende der Probezeit, da dein neuer Arbeitgeber nach einer Woche noch nicht ausreichend Zeit hatte, dich richtig einzuschätzen. 

 

7. Lerne alle kennen 

Du kannst dir schlecht Namen merken? Daran solltest du arbeiten, wenn du in deinen neuen Job startest. Besonders am Anfang ist es nicht nur wichtig, dein eigenes Team, sondern, besonders, wenn es sich um eine große Kanzlei oder Unternehmen handelt, auch andere Kollegen kennenzulernen. Diese Kontakte können dir bei Fragen weiterhelfen und was könnte deinen neuen Chef schon mehr von dir überzeugen, als dass dich im Fahrstuhl bereits jeder erkennt? 

 

8. Füge dich ein

Besonders wichtig in der Probezeit ist, dass du dich in das Team einfügst. Dazu gehört nicht nur, dass du die Aufgaben übernimmst, die man dir zuteilt und dass du dich fachlich einbringst. Vielmehr ist damit gemeint, dass du offen auf deine Kollegen zugehen und ein wenig Small Talk machen solltest, dass du vielleicht zum Einstand einen Kuchen backst und dich von deiner besten Seite zeigt. Denn gerade heute geht es vielen Führungskräften nicht nur darum, was du fachlich zu bieten hast, sondern vor allem darum, wie gut du ins Team passt und ob du ein guter Teamplayer bist. Du kannst noch so gute Noten und Referenzen haben, wenn am Ende des Tages die Chemie einfach nicht stimmt.
 

Unsere Tipps sind nicht nur für die Probezeit wichtig, du solltest dich natürlich auch daran halten, wenn du erfolgreich bestanden hast. Doch gerade in den ersten Wochen ist es wichtig, dass du dich besonders bemühst – denn einen schlechten ersten Eindruck wirst du so schnell nicht wieder los! Behalte dabei auch immer in Hinterkopf, dass die Probezeit nicht nur zur Absicherung deines Arbeitgebers besteht, sondern dass du genauso die Zeit nutzen solltest, um zu sehen, ob der Job zu dir passt. Falls nicht, dann weißt du ja, dass du bei uns sicher in Rekordzeit eine neue Stelle findest!

 


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Über den Autor

Laura Hörner - Autorin TalentRocket

Laura Hörner

Laura Hörner hat 2018 ihren Bachelor in Kulturwirtschaft an der Universität Passau abgeschlossen und ist seit 2019 für TalentRocket als Autorin tätig.

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