Gute Vorsätze – Selbstbetrug oder Schlüssel zum Erfolg?

So setzt du deine Studienziele erfolgreich um


verfasst von Laura Hörner und veröffentlicht am 30.10.2019

 

Warum läuft eigentlich nichts jemals so, wie man es sich vorgestellt hat? Wer jedes Semester mit einem guten Gefühl startet und dann nach und nach merkt, dass irgendwie doch nichts so wirklich nach Plan läuft, der hat meist ein schlechtes Gewissen und ärgert sich über sich selbst. Dabei ist es oft nur die fehlende Planung oder ein Plan, der einfach nicht richtig durchgeführt wurde. Wie du deine guten Vorsätze in Zukunft richtig umsetzt, erfährst du hier. 

 

Man kennt das von den Neujahrsvorsätzen: Am Anfang läuft alles noch gut, aber irgendwann verdrängt man ganz einfach, was mach sich vorgenommen hat. Genauso passiert das bei vielen während des Jusstudiums. Startet man mit dem Vorsatz, dieses Semester in alle Vorlesungen zu gehen, immer pünktlich im Bett zu sein und dieses Mal tatsächlich rechtzeitig mit dem Lernen anzufangen, dann sieht man sich oftmals schon nach wenigen Wochen einem ernüchternden Ergebnis gegenüber. Letztendlich fällt man immer in alte Muster und alles wird wieder wie immer. Dem sollte man auf jeden Fall entgegenwirken – mit der richtigen Methode!
 

Erst einmal zurückschauen

Aus seinen Fehlern kann man lernen – und das sollte man auch! Dazu musst du aber erst einmal herausfinden, was du in den vergangenen Semestern alles falsch gemacht hast. Schau dir hierzu nochmal deine alten Klausuren an und sieh nochmal genau nach, was zum Punkteabzug geführt hat. Das kann weh tun, vor allem, wenn man sich vermeintlich gut vorbereitet hatte und das schlechte Ergebnis eigentlich verdrängen und hinter sich lassen wollte. 

Dieser Schritt zurück ist es aber Wert: Schreib dir alles auf, was du falsch gemacht hast und ruf es dir in Zukunft immer wieder ins Gedächtnis, damit du die gleichen Fehler nicht wiederholst. Das gilt natürlich nicht nur für Klausuren, sondern auch für deinen Alltag. Warst du lieber am Handy als zu lernen? Gab es die eine oder andere Party zu viel? Dann schreib auch das auf und finde eine Lösung.

 

Die richtigen Ziele formulieren – so konkret wie möglich

„Ich will nächstes Semester mehr lernen“ ist zwar an sich ein guter Vorsatz, allerdings nicht wirklich durchdacht. Denn zu einem gut definierten Ziel gehört, dass man es messen kann. Wer sich also vornimmt, „bessere Noten“ zu schreiben oder „dieses Semester weniger zu feiern“, der weiß im Ernstfall eigentlich gar nicht, ob er sein Ziel denn nun erreicht hat oder ob er auf einem guten Weg dahin ist und wird meistens Opfer von Selbstbetrug.
 

Sinnvoller ist es stattdessen, sich konkretere Ziele zu setzen. Dazu ist eine gesunde Selbsteinschätzung notwendig. Denn nur, wenn du ehrlich zu dir selbst bist, wirst du deine Ziele auch erreichen.


Acht Stunden am Tag zu lernen kann zwar für den ein oder anderen machbar sein, vielleicht aber nicht für dich (zumindest nicht während des ganzen Semesters). Überlege dir deshalb gut, ob du dir deine Ziele bisher vielleicht ein bisschen zu hoch gesteckt hast. Das beugt Frustration und Enttäuschungen vor. Trotzdem sollte dein Ziel dich natürlich anspornen und motivieren. Du darfst also ruhig etwas von dir fordern, solange du dabei realistisch bleibst.

Tipp: Erzähle deinen Studienkollegen von deinen Vorsätzen. Wenn du nicht der einzige bist, der davon weiß, dann hast du ein bisschen mehr "Druck von außen", deine Ziele auch einzuhalten und dein Umfeld über deine Fortschritte zu informieren. Der soziale Druck ist in diesem Fall einer der guten Sorte und kann ein echter Motvationsbooster sein.
 


Wo man Motivationen erhält und wie man damit umgeht:

Motivationstipps für den Klausurtag findest du hier!

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Motivation durch Praxis – Praktika & Jobs im Überblick


 

"Die Routine macht's" – Die richtige Basis

Für eine neue Routine braucht es auch ein neues Grundgerüst, damit diese nicht wieder sofort in sich zusammenfällt. In diesem Fall besteht dieses aus einem geregelten Tagesablauf mit einem regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus. Ein wenig Flexibilität darf man sich natürlich gönnen, denn man ist ja immer noch Student. Trotzdem sollte es feste Regeln geben. Beispielsweise könnte man festlegen, an 6 von 7 Tagen in der Woche nicht später als um Mitternacht im Bett zu sein und morgens nicht nach 9 Uhr aufzustehen. Das sollte man dann auch so gut es geht einhalten, denn der Körper gewöhnt sich an diesen Rhythmus und – auch wenn es am Anfang sehr schwer fällt – stellt sich mit der Zeit darauf ein. Das garantiert dir, dass du deinen Lerntag optimal nutzen und planen kannst.

Führe dazu auch eine individuelle Morgenroutine ein, die du jeden Tag befolgst. So hast du schon dein erstes Ziel erreicht, kommst leichter aus dem Bett und der Tag kann losgehen! Auch bei deiner täglichen Routine ist eine gute Selbsteinschätzung gefragt. Du bist immer noch Mensch mit individuellen Bedürfnissen, der nicht unbedingt strikt einem vorgekauten Tagesablauf nachgehen kann und will. Lass dich gerne von anderen inspirieren, doch im Endeffekt musst du selbst herausfinden, was für dich funktioniert.

Zuletzt solltest du dir Gedanken darüber machen, wo du am besten lernst. Für den einen kann das die Bib sein, der andere lernt lieber zu Hause. Beides kann funktionieren und hat seine Vor- und Nachteile. Aber Vorsicht: Kein Ort ist ein guter Lernort, wenn du eigentlich nur am Handy hängst. Dann kannst du auch gleich im Bett bleiben. 

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Die Umsetzung – Ein Prozess, der dauert

Wenn dann alles geplant ist, fehlt eigentlich nur noch eines: Die Umsetzung deiner erarbeiteten Pläne. Hierbei hilft es, schon am Abend zuvor eine genaue Vorstellung davon zu haben, wie der nächste Tag aussehen soll. Dabei hilft zum Beispiel eine To-Do-Liste mit den wichtigsten Aufgaben und Lernzielen und auch eine genaue Vorstellung davon, wann man was machen möchte und welche Ziele man bis zum Abend erreichen will. 

Wem es schwer fällt sich gleich in die Aufgaben zu stürzen, der fängt am besten mit etwas einfachem an, das schnell erledigt ist, und steigert sich dann im Laufe des Tages. Wieder andere setzen sich am liebsten gleich morgens an die schwierigste Aufgabe, um sie hinter sich zu haben – das ist ganz dir überlassen. Während des Tages solltest du dich immer wieder fragen, wie weit du schon gekommen bist und welche Ziele du bisher schon erreicht hast. So bleibst du motiviert und fokussiert.

 

Die Umstellung deines Tages ist ein Prozess – erwarte nicht, von heute auf morgen plötzlich ein anderer Mensch zu sein und über Nacht zu Höchstleistungen aufzulaufen. Am wichtigsten ist es, trotz Rückschlägen immer das Ziel im Auge zu behalten. Wer gleich nach dem ersten Tag, an dem ein Ziel nicht erreicht oder vielleicht gar nicht gelernt hat, aufgibt, der wird auch nichts erreichen. Motivation sinkt und steigt jeden Tag und was heute unmachbar scheint, kann morgen schon wieder ganz anders aussehen. Vergiss bei all der Selbstoptimierung nicht, dass du immer noch ein Mensch mit Bedürfnissen bist und gönnt dir auch mal eine Pause – dann geht alles gleich viel besser!

 

 

 

Über den Autor

Laura Hörner - Autorin TalentRocket

Laura Hörner

Laura Hörner hat 2018 ihren Bachelor in Kulturwirtschaft an der Universität Passau abgeschlossen und ist seit 2019 für TalentRocket als Autorin tätig.

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