Guide zum erfolgreichen Jus Studienmanagement

8 Tipps wie du dich am besten vorbereitest und deine Zeit einteilst...


verfasst von Carolina Kral und veröffentlicht am 18.10.2018

 

Das Studium der Rechtswissenschaften ist nicht nur das beliebteste Studium in Österreich, sondern auch eines der intensivsten. Gerade frisch von der Matura kommend, kann die Menge an Lernaufwand schnell überwältigend sein und das erste Semester rasant zum Hürdenlauf werden. Hier findest du die besten Tipps für deine Zeiteinteilung und Vorbereitung für dein erfolgreiches Studium.

 

1. Organisation, Organisation, Organisation

Du kommst frisch an die Universität, auf einmal wird dir kein Stundenplan mehr vorgelegt, sondern du wählst deine Lehrveranstaltungen und somit Uhrzeiten selbst. Die Stunden trägst du dir in den Kalender ein, allerdings mehr schlecht als recht und schon ist es passiert: Du übersiehst die nächste Lehrveranstaltung und verpasst den Stoff. Dies ist ein häufiger Fehler, der Neulingen so wie erfahrenen Studenten schnell passiert. Setze hier auf gute Organisation und plane das Semester sorgfältig. Nimm dir genug Zeit hierfür und dann geht es auch schon mit Schwung ins Semester. Erstelle dir deinen eigenen Stundenplan mit der Methode die für dich am besten funktioniert. Bist du sehr Technik affin und arbeitest gerne mit Apps, dann wähle diese Methode. Wenn du gerne deinen Kalender bunt anmalst und Blümchen hier oder Sternchen da einfügst, dann soll auch das so bleiben. 

 

2. Kenne den Umfang

Gerade als frischer Jus Studierender ist es schwer zu wissen, wie viel Zeit für Prüfungsvorbereitungen und Unterrichtsnachbereitung aufgewendet werden muss. Deshalb wollen wir euch hier einen kleinen Guide zur Verfügung stellen:

  • Kurse: Hier gilt, halte dich an die Vorgaben, welche du am Anfang des Semesters von den Professoren erhältst. Erfährst du am Anfang des Semesters in welcher Stunde welche Kapitel bearbeitet werden, so ist es ein Leichtes deinen eigenen Stundenplan zu erstellen und dann Kapitel für Kapitel zeitgerecht zu bearbeiten.

 

  • Prüfungen: Setze dich vorerst mit der zu verwendenden Literatur auseinander. Teile dir die zu bearbeitende Literatur in realistische Abschnitte ein. Hier musst du dich selbst am besten kennen. Wenn du weißt, dass du für 20 Seiten eine halbe Stunde benötigst, so gehe nicht davon aus, dass du die 100 Seiten im Buch „locker in einer Stunde schaffst“.

Selbstbetrug ist Grund Nummer 1 des Scheiterns.

 

3. Lerne so, wie du es von dir kennst

Tipps und Tricks gibt es jede Menge, was aber ist am Effektivsten? Es ist die Lernmethode, mit der du bisher den besten Erfolg hattest. Gehst du bei der Wiederholung von Paragraphen und Definitionen in deinem Zimmer auf und ab, sagst sie dir laut vor und merkst dir so die komplexesten Dinge – ändere es nicht. Lernst du effektiv, wenn jemand den Stoff vorträgt, gehe in die Vorlesungen und hör sie dir an. Bist du der Typ der gerne durch Lesen wiederholt, behalte es dir bei. Hierbei kann es sein, dass deine Lernmethode aufwendiger ist, als die manch Anderer. Aber es funktioniert! Kenne deine Stärken und Leistungsfähigkeit, dann ist dir dein Erfolg schon fast sicher!

 

4. Ohne Fleiß kein Preis

Gerade in einem Studium wie dem der Rechtswissenschaften gibt es kein anständiges Resultat für Prüfungen oder Klausuren, ohne dafür auch tatsächlich gelernt zu haben. Hier gibt es für viele einen frappanten Unterschied zum bisherigen Lernverhalten in der Schule. Hier ist das ständige Mitlernen und der Frontalunterricht von acht Uhr morgens bis zum Nachmittag für einige genug, um erfolgreich zu sein. Dies kann sich im Studium aber schnell ändern, denn von 45 Minuten im Hörsaal einmal pro Woche schreibt sich keine Prüfung von selbst. Hier gilt, halte dich konsequent an deinen Lernplan und komm nicht ins Straucheln. „Ach das mach ich morgen“, täglich, führt langfristig nicht zum erfolgreichen Jus Studium.

“Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziel kommt.” – Johann Wolfgang von Goethe

 

5. Gönn’ dir was

Wer lernt, der darf auch Pausen machen. Klar sieht ein Jus Studium nach einem Fach aus, in dem man Disziplin aufwenden muss um konsequent am Ball bleiben zu können. Und ja, dies ist auch tatsächlich so, allerdings darf man trotz allem nicht vergessen zu leben. Nach einem erfolgreichen Lerntag am Abend mit Freunden noch ein Bier oder einen Spritzer zu trinken, ist nicht verkehrt und muss auch keineswegs ein schlechtes Gewissen hervorrufen. Allerdings gilt natürlich auch hier, wie bei allem im Leben, „mit Maß und Ziel“. Verlierst du ein Wochenende vor der Prüfung komplett daran, dich von Freitagnacht zu erholen, ist dies sicher nicht zielführend.

 

6. Wähle dein Lernumfeld

Neu an der Uni ist es sicher toll in der Bibliothek mit all den anderen Studenten zu lernen, aber bist du der Typ dafür? Wie schon so oft erwähnt, ist essentiell: kenne dich selbst! Lernst du am besten zu Hause, alleine im Zimmer, am Schreibtisch, mit einem Fuß am Sessel und hat es funktioniert? Dann behalte dir diese Methode auch bei. Experimente mit verschiedenen Lernumfeldern kannst du definitiv wagen, allerdings direkt am Anfang des Semesters, um eventuelle Fehlentscheidungen ausbessern zu können. Du hast selbst nichts davon, in einer Lerngruppe mitzumachen, in der du wenig bis nichts mitnimmst, weil du beim Lärm Anderer nicht gut lernen kannst.

 

7. Bleib’ am Ball

Das Semester ist schnell herum, nach mehreren Klausuren kann es schon sein, dass dir gegen Ende des Semesters die Puste ausgeht und du überlegst nicht zur Prüfung anzutreten und zu verschieben. Klar kann das vorkommen, wenn es zeitlich tatsächlich nicht mehr schaffbar ist und lieber der Antritt behalten wird bevor er verschwendet ist. Falls dies nicht der Fall ist, nimm dich an der Nase und zieh es durch, denn die Ferien kommen so oder so und du kannst dich dann gemütlich entspannen bevor es mit Motivation ins nächste Semester geht.  

 

8. Nicht den Mut verlieren

Selbstverständlich kann das Jus Studium absolut überwältigend sein. Gerade am Anfang, wenn alles neu ist, die Struktur noch etwas wirr und das Lernsystem noch nicht funktioniert. Jedoch - nicht den Mut verlieren! Aller Anfang ist schwer und wenn es leicht wäre, wäre der eigene Erfolg am Ende ja auch nicht so unfassbar viel wert! Wenn ihr einen Hänger habt, dann rappelt euch auf, stellt euch auf eure Hinterbeine und beißt euch durch! Vom Aufgeben wurde noch niemand Jurist, von harter Arbeit aber Viele!

“Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.” - Winston Churchill

 

Trotz der Tatsache, dass das Jus Studium für jeden Studenten gleich ist, ist es in der Organisation, dem Lernaufwand und der eigenen Disziplin grundverschieden. Der beste und gleichzeitig banalste Tipp den es gibt ist tatsächlich: „Kenne dich selbst“!

 

Vertraue darauf, dass deine bisherigen Lernmethoden (wenn sie dir Erfolg gebracht haben) dir auch weiterhin ein treuer Wegbegleiter sein können. Experimente und Neues entdecken ist nicht schlecht - aber mit Maß und Ziel - denn schnell verzettelt man sich und steht Kniehoch im Chaos. Selbstorganisation und Selbstkenntnis sind definitiv ein guter Weg in ein erfolgreiches Jus Studium!

 


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Über den Autor

Carolina Kral - Autorin TalentRocket

Carolina Kral

Carolina Kral ist Studentin der Rechtswissenschaften an der Uni Wien und ist seit Beginn des österreichischen Karrieremagazins als Autorin für uns tätig.

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