Vom Gerichtsdrama zum Jus-Thriller

Diese 7 Filme sollte jeder Jurist gesehen haben!


verfasst von Laura Hörner und veröffentlicht am 18.01.2019

 

Jus kann unheimlich spannend sein. Das wissen nicht nur Juristen, das weiß die ganze Welt. Und wenn etwas spannend ist, dann kommt es wohin? Genau, nach Hollywood! Hitzige Reden, dramatische Fälle, unvergessliche Urteile... Die Gerichtsfälle im Film sind oft nicht ganz so nah an der Realität, dafür aber umso aufregender. Jeder Jurist hat schon einmal so einen Film gesehen und sich gefragt, wie er in einer bestimmten Situation reagiert hätte - und der ein oder andere wurde sicherlich durch eine besonders mitreißende Performance zu seiner Juristenkarriere inspiriert. Filme faszinieren uns, vor allem, weil sie uns immer wieder überraschen und uns neue Perspektiven aufzeigen. Deshalb gilt für diesen Artikel natürlich das oberste Gesetz aller Filmliebhaber: Keine Spoiler!

 

To Kill A Mockingbird (Wer die Nachtigall stört)

Wir beginnen mit einem absoluten Klassiker, den jeder Jurist kennen sollte. Basierend auf dem gleichnamigen Weltbestseller von Harper Lee erzählt der Film die Geschichte des Mädchens Jean Louise, deren Vater, der Anwalt Atticus, einen schwarzen Farmarbeiter verteidigt. Dieser soll ein weißes Mädchen vergewaltigt haben: Im Alabama der 30er Jahre ein klarer Fall. Die kleine Jean Louise und ihr Vater bekommen dementsprechend den Hass ihres Dorfes zu spüren, als klar wird, dass Atticus die Verteidigung des Farmarbeiters sehr ernst nimmt.

 

"To Kill  A Mockingbird" ist ein Plädoyer für Toleranz und gegen Rassismus und zeigt im heutigen Vergleich ironischerweise zur gleichen Zeit, wie weit wir gekommen sind und wie weit wir noch in der Vergangenheit stecken.

 

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Legally Blonde (Natürlich Blond)

Von einem Vorurteil zum nächsten: Als ihr Freund Warner mit ihr Schluss macht, um in Harvard Jus zu studieren, bewirbt sich das scheinbar naive Blondchen Elle Woods ebenfalls, mit dem Plan ihn zurückzugewinnen – und wird überraschenderweise angenommen. Warner hat bereits eine neue Freundin und Elle, die eigentlich mehr auf Mode als auf Recht steht, muss zeigen, was sie kann, um ihren Ex zurückzugewinnen... Besonders realistisch ist das Ganze nicht, und lernen kann man hier auch nicht wirklich etwas – Dafür macht es einen Riesenspaß Elle dabei zuzusehen, wie sie trotz ihrer überheblichen Kommilitonen ihr Bestes gibt und auf eine liebenswürdige Art und Weise ihr Ziel nie aus den Augen lässt. In dieser Hinsicht hat Legally Blonde eindeutig Inspirationspotenzial!

 

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Erin Brockovich

Eine starke Frau ist auch die Hauptfigur unseres nächsten Films. Die alleinerziehende Mutter Erin Brockovich arbeitet als Gehilfin in einer Kanzlei. Durch einen Zufall stößt sie auf einen Fall, der das Potenzial zum Skandal hat: Ein Energiekonzern soll gefährliche Stoffe ins Grundwasser abgeleitet haben und dadurch erhebliche Gesundheitsprobleme bei Anwohnern zu verantworten haben. Erin recherchiert mit teils fragwürdigen Methoden und ist entschlossen ihren Teil zu dem Fall beizutragen. Dieser Film zeigt: Man muss kein Jurist sein, um einen Unterschied zu machen (auch wenn es sicherlich nicht schadet). Der Film basiert übrigens auf einer wahren Begebenheit. Die echte Erin taucht in dem Film als Kellnerin auf und trägt ein Namensschild mit dem Namen „Julia“ – eine Anspielung auf die Hauptdarstellerin Julia Roberts, der dieser Film einen Oscar einbrachte!

 

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12 Angry Men (Die 12 Geschworenen)

Der Name ist Programm: zwölf Geschworene sollen über einen Fall entscheiden, der eindeutig scheint – elf zu eins steht es bei der Abstimmung zur Schuldfrage. Nur ein einziger Geschworener ist nicht hundertprozentig von der Schuld des Angeklagten überzeugt, ein junger Puerto-Ricaner, der seinen Vater umgebracht haben soll und dem nun die Todesstrafe droht. Er setzt sich gegen den Willen der anderen Geschworenen für eine genauere Betrachtung des Falls ein.

 

Was folgt, ging in die Filmgeschichte ein: Ein Paradebeispiel von Gruppenverhalten und eine brillante Charakterstudie, überzeugend in ihrer einfachen und genau dadurch fesselnden Ausführung. So und nicht anders sollten Jus Filme aussehen!

 

A Time To Kill (Die Jury)

Das Thema Rassendiskriminierung spielt in Gerichtsdramen oft eine tragende Rolle. So auch in dem Film „Die Jury“. Wie auch „To Kill A Mockingbird“ spielt dieser Justizthriller in den Südstaaten und wieder geht es um eine Vergewaltigung: Zwei weiße Männer haben ein schwarzes Mädchen vergewaltigt und verstümmelt. Zwar werden sie vor Gericht geladen – Der Vater des Mädchens glaubt jedoch nicht an eine faire Verhandlung und nimmt die Sache selbst in die Hand. Er erschießt die beiden Männer und steht nun selbst vor Gericht, verteidigt von dem jungen Anwalt Jake, der sich rassistisch motivierten Einschüchterungsversuchen gegenübersieht.

 

Wie der skandalöse Fall um die Selbstjustiz ausgeht, müsst ihr euch selbst ansehen. So viel wollen wir euch aber schon einmal verraten: bei der Bewertung dieses Films gingen die Meinungen ziemlich auseinander!

 

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The Lincoln Lawyer (Der Mandant)

Der erste richtige Thriller auf unserer Liste! Ein Anwalt, der sich vornehmlich mit Fällen im zwielichtigen Milieu beschäftigt, dessen Klienten Drogendealer und Prostituierte sind und der es mit der Professionalität im Beruf nicht immer ganz so genau nimmt, gerät an einen Fall, der gefährlicher ist, als er am Anfang aussieht. Wir möchten nicht zu viel verraten, aber es wird spannend: Es geht um Schuld und Unschuld, um Leben und Tod und um jede Menge juristisches Können. Einen solchen Fall wünschen wir im wirklichen Leben niemandem – oder doch?

 

The Life of David Gale (Das Leben des David Gale)

Ein weiterer Film mit kontroversem Thema ist „The Life of David Gale“. Hier geht es um den Prof. Dr. David Gale, der sich gegen die Todesstrafe einsetzte und nach einer angeblichen Vergewaltigung, von der er freigesprochen wurde, sein Ansehen und seinen Job verlor. Als seine ehemalige Mitstreiterin gegen die Todesstrafe ermordet aufgefunden wird, wird er als Täter überführt – und selbst zum Tode verurteilt. Die Journalistin Bitsey Bloom bekommt vier Tage vor seiner Hinrichtung einen Interviewtermin mit ihm. Nach und nach verdichtet sich ihr Verdacht, dass in diesem Fall irgendetwas nicht ganz stimmt. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber der Plot Twist hat es definitiv in sich! Dieser Film dreht das Thema Todesstrafe auf den Kopf und regt zum Nachdenken an. Ob er es gut oder schlecht angeht, solltest du selbst entscheiden: Auch hier gehen die Meinungen der Kritiker auseinander!

 

Teil 2 folgt - to be continued.....

 


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Über den Autor

Laura Hörner - Autorin TalentRocket

Laura Hörner

Laura Hörner hat 2018 ihren Bachelor in Kulturwirtschaft an der Universität Passau abgeschlossen und ist seit 2019 für TalentRocket als Autorin tätig.

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