Die Zukunft ist "Flexi-Working"!

Wie das in der Großkanzlei möglich ist und was eine moderne Mutter und ein passionierter Fußballspieler bei Freshfields gemeinsam haben...


veröffentlicht am 15.05.2019

 

niamh-leinwather-can-michael-nural-interview-freshfields-oesterreich-talentrocket

 

Niamh Leinwather ist Principal Associate und Rechtsanwältin im Bereich Konfliktlösung und internationaler Schiedsgerichtsbarkeit. Sie berät und vertritt Mandanten in Schiedsverfahren, insbesondere in komplexen internationalen Streitigkeiten im Bauwesen, im Handels- und Vertriebsrecht, im Post-M&A-Bereich, im Energiesektor und im Investitionsschutz. Niamh ist Mutter von zwei Kindern im Alter zwischen ein und vier Jahren. Can-Michael Nural ist seit Juni 2018 Rechtsanwaltsanwärter in der Praxisgruppe Real Estate und wird zusätzlich auch im Bereich Corporate eingesetzt. Seine Schwerpunkte liegen insbesondere im Transaktionsbereich. Can-Michael spielt in der Landesliga Fußball und nebenbei noch American Football. 

 

Niamh Freshfields Österreich - Interview TalentRocketNiamh, du bist Mutter und erfolgreiche Anwältin in einer renommierten Großkanzlei. Hattest du während deiner Tätigkeit bei Freshfields schon einmal das Gefühl, dass du dich für eins von beiden entscheiden musst?

Niamh: Das ist gar keine leichte Frage. Nach meinem ersten Kind konnte ich es mir nicht wirklich vorstellen, mein Kind abzugeben und wieder arbeiten zu gehen. Mir war aber gleichzeitig klar, dass ich nicht zu Hause bleiben wollte. Ich wollte auf jeden Fall arbeiten, aber wie konnte ich mir nicht vorstellen. Man kann als Mutter nicht mehr nur an sich denken, sondern muss die Bedürfnisse von der Familie auch berücksichtigen; man zweifelt oft an sich und ob man die richtige Entscheidung für alle trifft. Freshfields hat mich hier unterstützt und einen sanften Wiedereinstieg ermöglicht und mir interessante Mandate zur Verfügung gestellt. Dafür bin ich dankbar. Ich habe auch eine gute Betreuung für meine Kinder; das ist extrem wichtig. Mir ist mit der Zeit klar geworden, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

 

Wie wird Freshfields als moderner Arbeitgeber deinen Bedürfnissen, die du als Karrierefrau und Mutter an flexible Arbeitszeiten hast, gerecht?

Niamh: Freshfields bietet die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, Home-Office. Wir haben eine tolle IT-Struktur mit 24 Stunden Helpline, die dies ermöglicht. Man hat immer und überall Zugang zu allen Dokumenten, die man benötigt. Ich kann zum Beispiel via Screen Share mit Kollegen Dokumente überarbeiten, als ob wir nebeneinandersitzen würden.

 

Für mich ist Home-Office sehr wichtig, weil ich eine Stunde Fahrzeit ins Büro habe und mit Home-Office viel Zeit spare.   

 

Du arbeitest in Teilzeit. Hast du dich für weniger Arbeitstage oder verkürzte Arbeitszeiten entschieden? Und warum?

Niamh: Ich habe mich für verkürzte Arbeitszeiten entschieden. Viele Mütter nehmen sich z.B. den Freitag frei, um Privates zu erledigen. Das verstehe ich gut, da die Erledigungen mit Kindern sich ganz schön sammeln - trotzdem habe ich mich dagegen entschieden. Es bestand für mich immer die Gefahr, dass an meinem freien Tag etwas Dringendes aufkommt und ich das dann trotz meines freien Tags erledigen müsste. Zudem fallen Fristen regelmäßig auf Freitage; gerade in der Schiedsgerichtsbarkeit ist das öfters der Fall, und da ist es aus meiner Sicht wichtig, dass ich im Büro ist. Momentan funktioniert es gut.

 

Seit wann arbeitest du in Teilzeit? – War dies so einfach von Freshfields umsetzbar? Welche Umstellungen brachte es beruflich und privat mit sich?

Niamh: Seit der Geburt meines ersten Kindes arbeite ich in Teilzeit.

 

Freshfields hat eine "Freshfields and Family Policy" und war bezüglich der Stundenanzahl und Gestaltung meiner Arbeitszeit sehr flexibel.

 



Du möchtest noch mehr über die Arbeitszeitmodelle von Freshfields erfahren?



 

Braucht es immer einen Grund für eine Teilzeitbeschäftigung oder kann man auch als Frau ohne Kinder nach Teilzeit fragen?

Fragen kostet nichts, also klar kann man das. Es wird aber für die meisten eine finanzielle Überlegung sein, denke ich. Aber Menschen haben verschiedene Bedürfnisse und Interessen und ich glaube man kann über alles reden. Freshfields ist diesbezüglich sehr empfänglich.

 

Hast du dadurch, dass du seltener in der Kanzlei bist, manchmal das Gefühl, dass du bei wichtigen Entscheidungen außen vor bist?

Niamh: Ganz und gar nicht. Sogar in meiner Karenz haben die Partner und meine Teamkollegen mich bei wichtigen Entscheidungen kontaktiert. Bei Freshfields herrscht ein stark geprägter Teamgeist, der uns aus meiner Sicht einzigartig macht.
 


Bekommt man aufgrund der geringeren Stundenanzahl schon mal die weniger spektakulären/ zeitaufwendigen Mandate?

Niamh: Nein, ich habe nach meiner ersten Karrenz sogar zwei mittelgroße Mandate als Lead Associate geführt. Die größeren Mandate eignen sich am Besten, weil die Teams auch eine entsprechende Größe haben und man leicht seinen Platz findet.

 

Wie unterscheidet sich die Vollzeitarbeit dann tatsächlich von der Teilzeitstelle? Ist hier Zeiteinteilung alles oder dauert alles dann doch ein bisschen länger?

Niamh:

 

Zeiteinteilung ist alles. Man muss einfach extrem effizient arbeiten. Kommunikation im Team ist auch sehr wichtig.

 

Klare Deadlines setzen und Erwartungen managen. Ich sage im Vorhinein, welche Ressourcen ich habe, damit niemand nachträglich enttäuscht ist. Bis jetzt funktioniert das aus meiner Sicht zumindest (!) ganz gut. Klar gibt es weniger Kaffeepausen und ausgiebige Mittagessen sind Schnee von gestern aber dafür hat man auch was von der Familie am Abend.

 

Can-Michael, wie schaffst du es ein äußerst zeitintensives Hobby mit deiner aufstrebenden Anwaltskarriere als Rechtsanwaltsanwärter bei Freshfields zu vereinbaren? Bleibt da nicht zwangsläufig eins von beiden auf der Strecke?

Can-Michael:

 

Für mich war immer klar, dass meinem beruflichen Werdegang der Vorrang gilt.

 

Can-Michael Nural - Freshfields Österreich - Interview

Nachdem ich auf einem hohen Niveau Fußball gespielt habe (Wiener Sportklub mit 6-7 Einheiten pro Woche), wusste ich, dass das mit meinem zukünftigen Beruf nicht ganz vereinbar sein wird. Ich wollte aber unbedingt neben meiner Arbeit auch weiterhin Fußball spielen können. Deshalb habe ich zu einer Mannschaft gewechselt bei der ich höchstens ein bis zwei Mal verpflichtend zum Training erscheinen muss. Dieses Ausmaß war dann auch mit meiner Arbeit bei Freshfields vereinbar. An den Tagen an denen ich Training habe, gehe ich etwas früher und arbeite dafür danach, wenn noch etwas zu erledigen ist, von zu Hause aus weiter. Das ist das optimale Arbeits-Freizeit-Modell für mich.

 

Hast du bereits im Einstellungsgespräch nach den Möglichkeiten von flexiblen Arbeitszeitmodellen gefragt? Oder ist das ein absolutes No-Go?

Can-Michael: Etwas zurückhaltend, aber ich habe bei meinen Bewerbungsgesprächen in den verschiedenen Kanzleien immer danach gefragt. In der heutigen Zeit sollte es meines Erachtens auf keinen Fall mehr ein No-Go Thema sein. Im Rahmen meiner Bewerbungsgespräche war Freshfields jedoch die einzige Kanzlei, die von sich aus aktiv die flexiblen Arbeitszeitmodelle ansprach. Generell hatte ich beim Bewerbungsgespräch das Gefühl, dass die individuellen Anliegen der BewerberInnen einen großen Stellenwert hatten. Während meiner beinahe einjährigen Tätigkeit für Freshfields wurde dieses positive Eingangsgefühl mehr als nur bestätigt.

 

Du arbeitest des Öfteren von zuhause aus. Welche Vorzüge schätzt du am Home-Office am meisten?

Can-Michael: Ich schätze insbesondere die Möglichkeit durch Home-Office mein Arbeitsleben mit meinem Privatleben besser koordinieren zu können. Sollte ich am Vormittag einen privaten Termin haben bzw. ein Handwerker in die Wohnung kommen, arbeite ich einfach von zu Hause aus. Mit der richtigen Kommunikation innerhalb des Teams ist Home-Office durchaus machbar. Nachdem es sich hierbei um ein neues flexibles Arbeitsmodell handelt, benötigt dessen gänzliche Implementierung natürlich noch eine gewisse Zeit. Aber Freshfields ist jedenfalls Vorreiter auf diesem Gebiet. Insbesondere durch das Citrix-System wird es uns ermöglicht, uns von allen Endgeräten in das Freshfieldssystem einzuloggen.

 

Es besteht somit kein Unterschied, ob von zu Hause aus oder am Schreibtisch in der Kanzlei gearbeitet wird.

 

Deshalb ist es aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, bis Home-Office zum Alltag gehört.

 



Dank Legal Tech gestalterisch & international als Rechtsanwaltsanwärter!

Mehr zum Umgang mit der Digitalisierung bei Freshfields im Interview mit Lukas Treichl...

 

Aktueller Job in Wien

Associate (m/w/x) Digitalisierung und Daten



 

Mal ehrlich, an welchem Platz in deiner Wohnung arbeitest du am liebsten und warum?

Can-Michael: Beine hoch auf der Couch mit dem Laptop auf dem Schoß und dazu Musik. Dadurch fühlt sich die Arbeit noch entspannter an. Zudem kommt noch, dass ich zu Hause gemütlich in T-Shirt und kurzer Hose sitzen kann, anstatt im Anzug mit den Öffis in die Arbeit fahren zu müssen. Zusätzlich ermöglicht es mir Home-Office zu Mittag etwas Frisches zu kochen bzw. in der Mittagspause eine kurze Trainingseinheit einzulegen.

 

Can-Michael Freshfields draußen arbeitend Can-Michael arbeitet bei Freshfields in der Sonne

 

Gibt es Aufgaben, die du lieber im Büro als zuhause erledigst und andersherum?

Can-Michael: Bei Rechercheaufgaben, bei denen ich unsere physische Bibliothek benötige, ist es natürlich vorteilhaft im Büro zu sein. Die meisten Aufgaben können meines Erachtens allerdings genauso gut von zu Hause aus erledigt werden. Abgesehen von der Problematik mit dem zweiten Bildschirm, sehe ich keinen Unterschied zwischen meiner Arbeit im Büro im Vergleich zum Home-Office.

 

War die Möglichkeit auch von zuhause aus arbeiten zu können ausschlaggebend für die Wahl von Freshfields als Arbeitgeber?

Can-Michael: Nicht ausschließlich, aber es hat bestimmt zu einem großen Teil zu meiner Entscheidung beigetragen. Der Gesamteindruck aus meinem Praktikum bei Freshfields, dem Bewerbungsgespräch, der Kollegen und der flexiblen Arbeitszeitgestaltung hat mich schlussendlich davon überzeigt bei Freshfields arbeiten zu wollen. Abgesehen davon, dass ich bei Freshfields sehr glücklich bin, würde ich auch zu keinem Arbeitgeber mehr wechseln wollen, der keine flexiblen Arbeitszeitmodelle anbietet.

 

Euer Fazit?

Niamh: Die Zukunft ist Flexi-Working.

 

Die Zeiten, wo man an einem Tisch gefesselt war und das Licht die halbe Nacht brennen hat lassen, damit alle glauben man arbeitet noch, sind vorbei.

 

Das haben mittlerweile Arbeitgeber erkannt und gewisse Maßnahmen gesetzt, diese Modell ins Leben zu rufen. Zudem sind die Zeiten, in welchen nur die Männer ihrer Karriere nachgehen, auch vorbei. Frauen wollen auch nach dem Kinderkriegen Karriere machen aber gleichzeitig für ihre Kindern präsent sein – nur mit Flexi-Working Programme wird dies möglich sein. 

Can-Michael: Der neue Trend des flexiblen Arbeitens hat mittlerweile auch in der Kanzleiwelt Fuß gefasst. Freshfields ist bei dieser neuen Entwicklung mit seinen Initiativen und Software-Systemen ganz vorne dabei. Damit ermöglicht Freshfields seinen Mitarbeitern ihr Arbeits- und Privatleben bestmöglich zu koordinieren. Daraus resultiert eine gestiegene Produktivität als auch eine gestiegene Zufriedenheit der Mitarbeiter. Dies führt im Endeffekt zu einer verbesserten Arbeitsleistung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
 

Vielen Dank, Niamh und Can-Michael!


Großkanzlei
Freshfields Bruckhaus Deringer LLP

Freshfields Bruckhaus Deringer LLP


Erfahre mehr über diesen Arbeitgeber und finde heraus, was ihn ausmacht.

*sponsored

 

Juristische Arbeitgeber, Jobs oder Events. Exklusiv für Mitglieder!

Mit der 1-Klick Bewerbung kannst du dich in sekundenschnelle bei den Arbeitgebern bewerben.

Hat dir der Artikel gefallen? Feedback geben



Talente haben sich auch diese Artikel durchgelesen:

Arbeitgeber im Gespräch

Big Player Freshfields – Wer hat eigentlich eine Chance auf...

Insider klären auf!

Arbeitgeber im Gespräch

Internationalität bei Freshfields: „Jede große Reise...

Von Wien über Johannesburg bis Hongkong

Arbeitgeber im Gespräch

Dank Legal Tech gestalterisch & international als...

Mehr zum Umgang mit der Digitalisierung bei Freshfields im Interview mit Lukas Treichl...